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© 2010 (C) H-Peter Recktenwald, Berlin |
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Links und Rechts zur Pferderei
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Anscheinend verschwundene Links sind oft nur unsicher, erneuter Versuch oder notfalls Kürzen auf den Sitenamen und dort weitere Suche können helfen …
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[aus St.Georg 1/2009]
"So reitet frau heute... ein Trauerspiel von Frau Isabell Werth, urgehoben im Jahre des HErrn 2008.
… frei sei das Pferd, locker und entspannt!
… zum Pferd-und-Reiter-sein |
in + um Berlin und sowieso:
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- Strahlfäule:
Egal was benutzt wird, stets den Huf zuvor gründlich reinigen; Mittel je nach Stärke des Befalls entsprechend tief in die saubere Strahlfurche einbringen und Eindrücken; bedecken mit Zellstoff, Mull o.dgl.; evtl. Oberfläche dünn mit Hufteer abdecken. In letzterem Falle die behandelten Hufe einige Tage lang NICHT auskratzen. Dann gründlich säubern und die nächste gleichartige Anwendung nicht vor Ablauf eines halben Jahres: Durch den Teer werden die Hufe steinhart, das muß sich erst in Ruhe wieder normalisieren.
- S A U B E R K E I T, sowohl im Stall als auch auf der Koppel - und im Huf natürlich. Täglich.
- Tierarzt! Es gibt längst gut wirksame Mittel, die in ernsten Fällen den (auch hier aufgeführten) Hilfsmaßnahmen weit überlegen und vielen der Mittelchen aus grauer Vorzeit unbedingt vorzuziehen sind.
- KEIN HUFTEER! Die auslösenden Bakterien sind anaerob, i.e. unter Luftabschluß finden sie optimale Lebensbedingungen vor! Hufteer (Holzkohlen-Teer) unterstützt als Abdeckung die Behandlung, ist für sich allein aber völlig ungeeignet, kann die Erkrankung im Gegenteil überhaupt erst so richtig schlimm werden lassen (s.u.). Vorsichtig angewandt kann es in Verdünnung mit Spiritus bei absolut gesundem Strahl der Vorbeugung dienen.
- Jodoformäther. Traditionell empfohlen, von zweifelhafter Wirksamkeit, übelriechend, Pferd wehrt sich - Apotheker weist auf Schädlichkeit hin, liefert nicht (Formalin gilt als Krebsfördernd). Wird von manchen Tierärzten immernoch verordnet...
- Kupfersulphat (Kupfervitriol),
evtl. in Lebertran- oder Zinksalbe - probiert, ebenso wirksam wie G I F T I G.- Salbe aus 50% Zinkoxyd, 5% Zinkchlorid, Rest Wasser.
- Jodtinktur, Povidonjod (Wirkstoff der "Betasalbe") - probiert, ineffizient
- Blauspray oder ähnliches Desinfektionsmittel - probiert, hilft bei leichten Fällen recht gut.
- Chinosol - GIBT ES WIEDER: Beim Apotheker drauf bestehen, nicht mit "Neo-Chinosol" abspeisen lassen! Wesentlicher Bestandteil sei der Wirksoff der Chinarinde (Malariamittel), erinnere ich mich dunkel an den alten Beipackzettel aus der Zeit, da es noch die ‘Cinosolfabrik’ in Berlin gab. Danach war es lange nicht mehr erhältlich, wieweit diese Angabe noch passt, ist mir nicht bekannt.
Großer Vorteil ist, daß dieses auch gegen Pilzbefall wirkende Desinfektionsmittel nicht gleich die ganze Umgebung vergiftet und auch für die beteiligten Personen ungefährlich ist. Vorteilhaft auch, daß die wässrige Lösung Schmutzreste durchdringt und man nichts in den Huf hineinquetschen muß - sofern nicht vorher jemand mit Teer o.dgl. herumgephuscht hat! Inzwischen gibt es auch ein reguläres Mittel gegen Strahlfäule, das neben der Salbengrundlage aus Chinosol-Puder besteht - womit ich meine Erfahrungen recht solide bestätigt sehe:
- Probiert, hilft sehr gut in den nicht allzuschweren Fällen, bedarf u.U. sehr geduldiger Anwendung.
Beispiel: Nachdem irgendsoein hoffnungslos verblödeter Barockpferdehöfling den dort ständig im Nassen stehenden Pferden heimlich Teer in die Hufe geschmiert hatte, wurde die Strahlfäule so richtig gut konserviert [1/07]. Im neuen Stall, nach viertägiger Behandlung - täglich einmal waschen und mit Chinosollösung einsprühen - kamen die Hufe schnell wieder in Ordnung.
- Huffett:
- Olivenöl pur!
Beugt Windrissen vor: Nach der Erfahrung vom vorigen Jahr mit ständigem Nassmachen der Hufe, was ohne Wirkung blieb rsp. das Auftreten der Windrisse durch den Wechsel zwischen Anfeuchten und Austrocknen eher noch forcierte, hat's Zunchen nun trotz der sehr trockenen Witterung im Sommer '08 auf derselben Koppel bei ausschließlichem täglichen Einölen keinen einzigen solcher Risse in den Hufen gehabt.- Hautpilz:
- Chinosol (s.o., Thema Strahlfäule) hilft bei leichtem Befall und geduldiger Anwendung, Behandlung kann mehrere Wochen dauern. Befallene Stellen täglich mit Chinosol-Lösung 1:1000 (1000mg-Tablette in einem Liter Wasser aufgelöst) betupfen.
Unbedingt durch einen Tierarzt kontrollieren lassen! Pilzbefall kann sich sehr schnell innerhalb des ganzen Stalls verbreiten! Putzzeug und andere Gegenstände dürfen nicht mit anderen Pferden in Berührung kommen.- SANUVIS, eine Mixtur aus je 20mg ‘rechtsdrehender Milchsäure’ in Stufen D4 bis D200, gehört für mich eher in die Abteilung "Beten und Hoffen", jedoch, offenbar HILFT ES!
Vor ca. drei Jahren: Fleckenweise immer dünner werdende Behaarung an der Stirn, später auch am Hals. Tierarzt hat dies als Hautpilz diagnostiziert und mit einer sehr schnell wirkenden "Heilimpfung" bekämpft. Als dieselben Erscheinungen nun wieder zu beobachten waren, habe ich erst, nach dem Rat von Bekannten, zwei Wochen lang immer ein paar Tropfen SANUVIS morgens mit in's Futter gegeben - ohne den geringsten Erfolg. Nach etwa einer Woche Pause, da die Sache schlimmer wurde, vor dem Ruf nach dem TA ein erneuter Versuch. Diesmal mit einem Schwamm die sichtbar befallenen Stellen betupft. Binnen weniger Tage begannen die Haare wieder zu wachsen. Behandlung daraufhin beendet, bald war nichts mehr zu sehen. Will sagen: Kann natürlich sein, daß die Sache ohnehin im Abklingen begriffen war. Ansonsten aber half das Zeug sehr gut, es kostet (relativ) wenig Geld, und es ist harmlos! - In der Apotheke zu haben.- EM-Effektive Mikroorganismen, eine Mischung von Mikroorganismen aus der Lebensmittelverarbeitung (Milchsäurebakterien, Hefepilze, Photosynthesebakterien u.dgl.) in Zuckerrrohrmelasse und Wasser, hatten gegen Pilzbefall bei einigen Pferden geradezu phänomenale Ergebnisse. Mit einem damit befeuchteten Schwamm wurden die befallenen Stellen eingestrichen. Nach vier(!) Tagen bereits war der Pilzbefall nicht mehr feststellbar. Die Behandlung wurde vorsichtshalber noch einen Tag fortgesetzt. Erneuter Befall war danach nicht mehr feststellbar.
Bezug u.a. von der EMIKO Handelsges. oder bei einem EM-Berater, z.B. Marko Heckel, T: 03995223727.
- Die Substanz wirkt offenkundig in vielen weiteren, gänzlich untrschiedlich gearteten Fällen, wie etwa bei Schürfwunden, wo die Heilung deutlich beschleunigt wurde - oder bei der Reinigung des Fells von Holunder-gefärbtem Vogeldreck. Sie kann auch zur Bekämpfung von Fäulnis und Schimmel eingesetzt werden.
Der überaus breite Anwendungsbereich ist noch längst nicht vollständig erkundet:
- So zum Beispiel gerade eben [25.8.09}: Die sonst so hartnäckig haftenden Eier von Dasselfliegen ließen sich nach Benetzen mit EM ganz leicht vom Fell an den Beinen abrubbeln. Ohne Messer oder andere scharfe Instrumente!
- Kleine Wunden:
- heilen offenkundig schneller, wenn man sie mit etwas Olivenöl betupft. Anscheinend mindert das den Juckreiz verschorfter Wunden und macht die Stelle geschmeidig, wodurch sie dem Pferd weniger lästig ist. Darum knabbert es nicht daran oder versucht, sich dort zu kratzen, und das wiederum fördert den Heilungsprozess. Bei Insektenstichen habe ich Ähnliches beobachtet. Verhärtende Stellen kann man leicht einölen und außenrum vorsichtig ein wenig massieren, auch das beschleunigt die Heilung und wirkt der Narbenbildung entgegen.
- Betasalbe (unter verschiedenen Markennamen erhältlich, z.B. "Betaisodona") als Erste Hilfe bei offenen Wunden mindert das Infektionsrisiko - Die Salbe ist jodhaltig, Allergiegefahr beachten!
- Insektenschutz
- Niemöl (Neem-Öl)
wirkt lt. St.Georg 6/08 (Juni, pg. 70, 'Fiegenblocker' von Hottemaxe) "gegen alles, was sticht"!Das ganze ohne die Umgebung einzunebeln oder zu vergiften, und ohne jede Geruchsbelästigung!
- Es gab sowas sehr peisgünstig z.B. bei Liedl als Spray gegen Staubmilben - suchen! Derzeit [6/08] wird Entsprechendes mit den Wirkstoffen Benzylbenzoat und Margosa-Extrakt angeboten. An o.g. Stelle in St.Georg findet sich immerhin ein Hinweis auf die Fliegen und Mücken fernhaltende Wirkung des Margosa-Extrakts. Auch der 'Fiegenblocker' enthält entgegen der Darstellung in St.Georg das Niemöl nicht mehr, hier wurde es durch Ethyl-Butylacetylaminopropionate ersetzt. Auf den betr. Webseiten wird als Grund für diese Änderung der Zwang zur Zertifizierung durch die stets erfolgreich um äußerste Ineffizienz bemühte EUrokratrie angedeutet.
Zu Benzylbenzoat siehe oben, CliniTox - Klinische Toxikologie - 'Wirksam gegen Räudemilben'(!) und 'Benzylbenzoat hat lokale Reizwirkung auf Haut und Schleimhäute'. Mehr wirft auch diese Quelle nicht aus.
- Andernorts wird das Niemöl weiterhin angeboten, ohne Hufeisen drauf, jedoch in der Variante "Margosa-Extrakt".
- Jüngst [Mai 2010] entdeckt: Reines kaltgepresstes wirkliches Neem-Öl liefert prompt(!) und preisgünstig(!) der eBay-shop Shandiin-Hamburg.
- Wobei die für den Gartenbau angegebenen hohen Verdünnungsraten am Pferd wenig wirksam sind, die Verdünnung ca. 1:1 (je ein Teil Niemöl und ein Teil Wasser) hat sich dagegen sehr gut bewährt, es wurden beim Weidegang für ca. zwei Tage sämtliche Insektenarten weitestgehend ferngehalten. Insbes. gab es auch keinen Zeckenbefall mehr!
- Zecken entfernen ist eine wortreich erklärte Kunst. Nun mußte ich zu allem Überfluß aber auch noch feststellen,
- daß deren Einstichstellen oft von Fliegen zur Eiablage genutzt werden. Es entstehen krustige und evtl. etwas klebrige Erhebungen in der Haut, die die Größe von Eicheln erreichen können. Sie scheinen eine Art Juckreiz auf das Pferd auszuüben, denn das Aufpolken solcher Stellen wird offenkundig bis zu einem gewissen Grade deutlich als Erleichterung empfunden, Entfernen der Kruste u.U. regelrecht genossen. Mitunter kommen einem dann bereits ein paar wohlgenährte Maden entgegen - auf welche Weise ich das Phänomen überhaupt erst bemerkte. Danach wird die Sache anscheinend schmerzhaft, auf jeden Fall unangenehm. Sofern jetzt nicht ein Haufen Fliegeneier erkennbar wird, der ggf. auszuschaben ist, nützt Weiterpolken nun nichts mehr.
Die geöffnete Beule läßt an ihrem Grunde die blutige Hautoberfläche erkennen. Hier habe ich durch Betupfen mit Jodtinktur rsp. Bestreichen mit Beta-Salbe erreicht, daß die Stelle zum einen desinfiziert und zum andern nicht erneut von Ungeziefer befallen wurde. Es wird wohl auch Chinosol o.dgl. helfen, nicht probiert. Vorteil der Betasalbe: Sie wirkt nicht schmerzhaft und bedeckt die Wunde.
Nach einiger Zeit lassen sich auch die verkrusteten Ränder noch entfernen, oder man wartet ab, bis die Reste von alleine verschwinden, achtet in jedem Falle aber darauf, daß sie nicht den Nährboden für weitere Parasiten bilden.- Ich habe nirgends einen Hinweis auf diese Begleiterscheinung von Zeckenbissen gefunden. Erst auf Nachfrage konnte ich feststellen, daß dergleichen auch andernorts schon beobachtet wurde. Die beschriebenen Maßnahmen wurden nicht ärztlich abgesegnet, haben in den mir bekannten Fällen aber immerhin recht schnell und gründlich geholfen.
- Zecken haben keine natürlichen Feinde? Nicht ganz:
- Ameisen greifen Zecken an. … Und wir stehen nun zeckenfrei - Ausprobieren!
Hilfe beim Förster suchen - was nebenbei vielleicht auch eine ganz neue Qualität in das oft so gespannte Verhältnis zwischen Wald- und Pferdemenschen bringen könnte?
- Jakobs-Kreuzkraut ist nicht die einzige Giftpflanze dieser Art,
- Varianten wachsen das ganze Jahr über während der gesamten Vegetationszeit. Blütezeit je nach Region rsp. Klima- und Bodenbedingungen Mai bis November. Mehr dazu u.a. bei folgenden Adressen:
Gegenmaßnahme ist Ausreißen der Pflanze - was meist recht leicht ist - oder Abschneiden der Blütenköpfe, und, um sicher zu gehen, Verbrennen dieser Teile, da die Giftigkeit auch nach dem Trocknen (Heu und Silage!) erhalten bleibt. Auch die Entsorgung als Bioabfall über die Biotonne soll möglich sein. Es wird nicht abgebaut, weder durch Verrotten noch durch (Eigen)kompostierung oder im Körper. Im Heu sind die vertrockneten Stengel des Jakobs-Kreuzkrautes an ihrer rötlichen Farbe erkennbar. Mähen ist nicht ratsam, denn es löst junge Triebe aus, die von den Pferden nicht erkannt werden, weil sich die Bitterstoffe der Pflanze erst nach einigen Wochen entwickeln.
- botanicus
- Arbeitskreis Kreuzkraut e. V., dort u.a.
- Symptome bei Pferden, die auch nur in Ansätzen oder einzeln auftreten können sind z. B.
- nachlassende Kondition
- Depression, Teilnahmslosigkeit, im Endstadium Tobsucht
- Wesensänderungen im allgemeinen
- Kolik, kolikartige Beschwerden, Verstopfung oder blutiger Durchfall
- Gewichtsverlust
- Lecksucht
- häufiges Gähnen
- Schwellungen, Rötungen an Abzeichen (Gesicht, Fesseln)
- toxische Hufrehe
- Photosensibilität, Sonnenbrand
- Haarausfall bis hin zu großflächigen Hautablösungen
- zielloses Wandern (walking desease)
- unkoordinierte Bewegungen
- Gelbfärbung der Lidbindehäute
- Blindheit
- hepatitisches Koma
- Tod
- Pflanzenschutzämter der Bundesländer
- einem bemerkenswert betreuten Reiterhof …
- Doch immerhin scheint
, wenn auch gewagt, wohl doch nicht immer
alles so, wie es scheint
!
Das Problem kann nicht ernst genug genommen werden. Die Krankheitssymptome sind schrecklich! Die Vergiftung geschieht u.U. über Jahre hinweg, da das Gift sich in der Leber anreichert. Bei nur 1% Anteil im Heu ist die tödliche Dosis bereits nach ca. drei - 3! {DREI} - Monaten erreicht!
Behandlung hat nur geringe Erfolgsaussicht: Sofortiges Absetzen des betr. Futters, Ruhe, viel frisches Wasser, Behandlung der Symptome durch den Tierarzt. Homopathische Behandlung u.a. mit Mariendistel [Silybum marianum, Beschreibung (en)].
Andere Untersuchungen kommen zu der lapidaren Aussage "Eine Behandlung der Vergiftung ist aussichtslos".
Nebenbei, die Pflanzen sind auch für Menschen höchst gefährlich.
- Körpergewicht [kg]
- Faustformel [QUELLE]: (Leibesumfang [cm])² × (Länge Bug bis Hüfthöcker [cm]) / 11900
- Ein Maßband, das um den Pferdeleib geführt direkt das Gewicht abzulesen erlaubt, gibt es z.B. bei Dodson+Horrel (Preis ca. 18 EU). Erfahrungsgemäß liefert es recht genaue Ergebnisse.
- Allgemein über Reitsättel:
- Kennmaße eines Sattels
sind u.a. Kammerweite, Länge der Sattelkissen oder Trachten, Länge des Sattelblatts und die Sitzgröße:
- Das Ausmessen der Sattelkissenlänge dürfte keine Rätsel aufgeben. Beim Trachtensattel ist entsprechend die Länge der Trachten interessant, da man sicher gehen muß, daß die Nierenpartie des Pferdes frei liegt.
- Die Länge des Sattelblatts wird von den Sturzfedern (Befestigungshaken oder -Ringen, -Ösen) der Steigbügelriemen lotrecht bis zur tiefsten Stelle des Sattelblatts gemessen.
- Die Sitzgröße wird in gerader Line außen von einem Sattelnagel bis zur Mitte/Oberkante Hinterzwiesel gemessen und in Zoll (2,54cm) angegeben -
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16" 16,5" 17" 17,5" 18" 18,5" 40,1cm 41,2cm 43,2cm 44,5cm 45,7cm 47cm
- Als Kammerweite gilt der Abstand in cm zwischen den Enden der Kopfeisen-Schenkel, den ‘Ortspitzen’. Form und Abmessungen der Kopfeisen sind herstellerspezifisch, eine die Angabe verallgemeinernde Norm gibt es nicht. Die Kammerweite ist darum ein nur sehr eingeschränkt übertragbares Maß - Mehr dazu s.u. beim Pritschensattel.
- Pritschensattel
der derzeit überwiegend benutzte Typ, ein aus der englischen Jagdreiterei entwickelter reiner Sportsattel für den kurzzeitigen Gebrauch (i.e. selten mehr als zwei Stunden):
- Sattelpaßform [archiv], Maßblatt Korrekte Sattellage [archiv], sattel.de, Sattelkauf, Kammerweite [archiv textauszug].
ein paar Hersteller: Prestige, Passier, Sommer (meiner pingeligen Zuni absoluter Favorit!), Wintec …
Zur Kammerweite, zu messen am Kopfeisen rsp. am Widerrist nahe den Schulterblättern:
Bei vielen Sätteln lassen sich die Enden der Kopfeisen an der Innenseite des Sattels ertasten. Dann bestimmt man die Kammerweite recht genau durch den Abstand dieser Stellen unter Berücksichtigung der Materialdicke zwischen Eisen und Innenseite.
An alten Sätteln, bei denen noch die Nähe zum Trachtensattel rsp. der Bauweise der Militärsättel erkennbar ist, kommt man oft direkt an die in je einer Tasche am Sattelblatt festgemachten Kopfeisenenden heran, und kann dort das Maß direkt abnehmen.
Hilfsweise kann man vorne innen zwischen den zwei je 20cm von der Mitte oben aus nach unten an den Satteltaschen gelegenen Punkten die Weite messen und erhält zusammen mit der Polsterdicke daraus ein für (nahezu) alle Sättel behelfsmäßig brauchbares Maß -![]()
Um am Pferd die benötigte Kammerweite zu ermitteln, legt man ihm einen 45cm langen weichen Draht (z.B. Bindedraht) etwa 5cm hinter dem Schulterblatt symmetrisch über den Widerrist und passt die Biegung dem Pferdekörper an. Der Abstand der Drahtenden entspricht dann in etwa der Kammerweite. - Doch selbst dieses Maß ist nicht wirklich sicher: Verschiedene Quellen geben unterschiedliche Drahtlänge an, etwa 42cm oder auch nur 40cm - die 45cm scheinen dem allgemeinen Durchschnitt am besten angenähert, aber eben auch nur das! Wer sicher gehen will und die Maße nicht nur als Anhaltspunkt für die Suche benötigt, spart sich die Selberfummelei und überläßt das Ganze gleich von Anfang an dem Sattler.
- Kopfeisen von Wintec/Bates-Sätteln
Zuordnung Farbmarkierung zu ungefährer Kammerweite [cm] 'fit'-Maß von Euroriding weiß extra weit 34 33 3 rot weit 32 blau mittel 31 4 schwarz normal 30 grün schmal 29 gelb extra schmal 28 27
- Trachtensattel:
der bis um 1950 noch generell übliche Sattel für den allgemeinen Gebrauch. Nur diese Bauart erlaubt längeres Verweilen zu Pferd, angenehmer sowohl für den Reiter als auch für das Pferd. Sie wird darum insbes. beim Distanz- und Wanderreiten noch immer bevorzugt. Der Trachtensattel zeichnet sich durch bessere Gewichtsverteilung bei größerer und günstiger angeordneter Auflagefläche aus. - Aus eigener Erfahrung angemerkt, auch bei gewöhnlichen, eher kurzen Geländetouren erweisen sich derartige Sättel für Pferd und Reiter als die durchaus bequemere und weit zuträglichere Variante!
- Die wesentlichen Kriterien zur Paßform des Pritschensattels gelten auch hier.
So läßt sich die Kammerweite hier meist recht leicht feststellen, da das Kopfeisen oft frei zugänglich in je einer Tasche am Sattelblatt festgemacht ist.
Zusätzlich gewinnen Länge der Trachten und die geeignete Sattelunterlage - Decke, Woilach - besondere Bedeutung.- Woilach:
Der gefaltete Woilach wird so aufgelegt, daß die offenen Enden nach links unten hinten gerichtet sind.
- Material reine Schurwolle. Nichts anderes!
- Faltung zu einem Paket 60cm×80cm - Passend z.B. beim Wehrmachtssattel M25 &c mit 58cm Trachtenlänge:
- 6fach, Decke 180cm×160cm: Von außen nach innen gelegt je zu einem Drittel, dann quer in der Mitte gefaltet.
- 9fach, Decke 180cm×240cm: wie 6fach, jedoch auch quer in Dritteln.
- Faltung zu einem Paket 90cm×80cm:
- 6fach, Decke 180cm×240cm: Wie oben, 6-fach, oder zuerst in der Mitte gefaltet, dann quer in Dritteln.
- Zur Not auch 4fach, Decke 160cm×180cm: jeweils quer in der Mitte gefaltet.
Kaufen kann man so ein Teil in den Abmessungen 180cm×240cm für ca. 40,-&euro z.B. bei "burgwald-zu-pferd"
Auf möglichst rutschsichere Materialstruktur ist zu achten! Bei (Kunst!)Leder-bezogenen Trachten bleibt der gewöhnliche Woilach kaum liegen, eine Lammfellunterlage mag dann z.B. besser geeignet sein.
- Western- & sonstige Ammisättel:
auch dies sind - weniger anspruchsvolle - Arbeitssättel für den länger andauernden Gebrauch.
Stärker noch als beim Trachtensattel ist hier besonderes Augenmerk auf die Sattelunterlage zu richten!
- Maße, Paßform (Quelle 'razyboard.com')
Richtlinien zu den Sattelbaumgrößen (aus derselben Quelle)
Marke Bezeichnung Kammer Gebäude Typ, Rasse SQ Semi Quarter schmal schmalschultrig, steil Welsh, Araber, Isländer, Vollblüter Q Quarter mittel Junge Quarter, Traber, schlanke Haflinger, Arabermix, Reitponys, Connemara, Highland, New Forrest FQ Full Quarter breit breitschultrig, rund Quarter, Paint, Appaloosa, Tinker, Warmblut, Haflinger, Norweger, Cob
Regular schmale Pferde mit hohem Widerrist SQH SemiQuarterhorse mittlere Größe QH Quarterhorse mittel bis groß FQH FullQuarterhorse Pferde mit wenig WR und sehr breiten Schultern Arab Arabien Wie FQH aber mit verkürzten Bars.
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