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- Reiter lernen das dem Pferd ErTräglichSein -

   
  • Wir vertrauen den Pferden ja nur unser Leben an, weiter nichts.

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  • Reitunterricht
    nach den Grundsätzen der deutschen Reitlehre in Anlehnung an die Richtlinien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in den Grunddisziplinen Dressur, Gelände, Springen sowie Bodenarbeit und Arbeit an der Hand.
  • Das Angebot schließt Vorbereitung und Besprechung der Ziele und des Erreichten ein, auch die Kontrolle anhand gelegentlicher Video-Aufnahmen (VHS-C/VHS/mp4) gehört dazu.
  • Zu den Voraussetzungen zählen insbes.
    waches Wahrnehmungs- und Denkvermögen, grundlegende Körperbeherrschung, Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin sowie in jeder Hinsicht solide Selbstkontrolle und Selbstkritik - oder, weil solche Eigenschaften mit der Erfahrung wachsen, immerhin das ernsthafte Bemühen darum. Daneben aber auch, daß ein Interessent in der Lage ist, sich selbständig die Grundlagen der deutschen Reitlehre anzueignen.
    • Wenigstens zweimaliges intensives Training pro Woche, selbständig oder mit Unterricht, bei regelmäßiger Kontrolle und ggf. Korrektur ist sportphysiologisch begründet für beständigen Lernerfolg unabdingbar: Es gibt eine Spanne von vier bis sechs Tagen, innerhalb derer eine Übung wiederholt bzw. erweitert werden muß, um die stetige Entwicklung körperlicher Fähigkeiten zu erlauben. Danach ist der aufbauende Effekt verloren!
    • Wer schnelle Selbstbestätigung sucht, geht Angeln, Hunde abrichten, Radfahren oder sowas, läßt tunlichst jedoch die Pferde in Ruhe. Das ist besser für beide, denn ‘Reiten Lernen’ kostet Jahre - ‘Reiten Können’ ist Lebenslänglich.
    • Raucher haben es zu Pferd sehr schwer.
      Rauchen ist ein nutzloser Kult.
      Man sollte das einfach auslassen!
      Mein Rauchstopp-Ticker

     
  • Ziele der deutschen Reitausbildung
    sind langfristige Gesunderhaltung des Pferdes
    und die sichere Kontrolle des Geschehens durch den Reiter in völliger Harmonie mit dem Pferde.
    Ziele der deutschen Pferdeausbildung
    sind langfristige Gesunderhaltung des Reiters
    und die Vervollkommnung sowohl der natürlichen Leistungsbereitschaft wie auch der relativ größten Leistungsfähigkeit des Pferdes in völliger Harmonie mit dem Reiter.
     
  • Die Formen, …
    " … welche der Körper eines zu Pferde befindlichen Reiters annimmt, nennt man seinen Sitz.
    " … Daß der Mann, um sein Pferd reiten zu können, vor Allem lernen muß, auf demselben zu sitzen, liegt auf der Hand.
    " … Wenn der Mann Sitzen und Einwirken kann, so hat es keine Schwierigkeit, ihn zu einem brauchbaren praktischen Reiter zu machen.

    Plinzner, System der Reiterausbildung, Berlin 1900

  • Longenunterricht
    Sitz- und Haltungsschulung, -Korrektur.
  • Longier-Übungen
    insbes. zur Arbeit mit der Doppellonge und Übungen zur Arbeit am Langen Zügel.

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Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde: Pferde!


  "Englischreiten", "Englische Reitweise":
Das Wort als Solches wurde von u.s.-amerikanischen Rinderhirten zur Unterscheidung ihrer eigenen, weitgehend ambitionsfreien pferdegestützten Fortbewegungsweise von der doch immerhin vorhandenen Reitkunst deren damaliger Kolonialherren geprägt, es ist darüber hinaus vollkommen leer. Geht man aber doch einmal ernstlich darauf ein, ergibt sich zudem: Seit William Cavendish, Duke of Newcastle, findet sich zur Ausbildung von Pferden und Reitern aus England (schon gar den USA!) nichts von Belang. Der englische Beitrag zum Thema besteht neben dem Pritschen-Sattel vor allem in den Erkenntnissen aus Zucht und Haltung (Fütterung). Die für die Insel typische Reitweise dagegen nennt z.B. Steinbrecht in einem Seitenhieb auf die miserable Arbeit zeitgenössischer[?] Berufsreiter die "Natürliche" und hebt hervor, daß das Bestreben, mit dem Pferd immerhin im Gleichgewicht zu reiten und seinen Bewegungsablauf nicht zu stören, diese gegenüber stümperhafter und grober Arbeit minderwertiger ‘Bereiter’ seiner[?] Zeit auszeichne. Zugleich bedauert er, daß die hervorragenden englischen Pferde infolge jener Reitweise extrem an Gliedmaßen und Gelenken geschädigt und allzufrüh das Ende ihrer Leistungsfähigkeit erreichen würden.    Die deutsche Pferde- und Reiterausbildung soll gerade das vermeiden!

Was wir heute als ‘traditionelle deutsche Reiterei’ vorfinden, gründet auf einer langen Entwicklung, die, viele Jahrhunderte nach dem Reiteroffizier Xenophon, ihren Ausgang in Italien nahm (Griso), in Frankreich fortgesetzt wurde (Pluvinel, Guérinière), zwischendurch maßgebliche (aber eben auch einzige!) Anregung durch einen in Frankreich(!) tätigen Engländer empfing (Cavendish) und in einer langen Reihe hervorragender deutscher Pferdeleute über Seeger, Steinbrecht, Plinzner ihren Weg in unsere Zeit fand. Ihre härteste und, ganz im Gegensatz zu der vergleichsweise läppischen Belastung beim Einfangen von Rindern, ultimative Bewährungsprobe hatte diese Reiterei schließlich im Überleben des Reitersoldaten zu bestehen. Was aber mag denn nun wirklich ‘englisch’ sein an unserer Reiterei? Das Leichttraben. Mehr nicht! - Die Frage nach der grundlegenden Ausbildungsqualität wie auch der Namensgebung erübrigt sich damit für jedermann leicht nachvollziehbar.

Die Summe findet sich - auch in englischer Sprache und als offizielle Grundlage der Reitausbildung in Großbritannien - in den Richtlinien für Reiten und Fahren der deutschen FN.

  "Le Manege Royal" (Pluvinel, postum 1623):
"Das Pferd muß selber Freude an der Reitbahn haben, sonst wird dem Reiter nichts mit Anmut gelingen.
"Wir sollten besorgt sein, das Pferd nicht zu verdrießen und seine natürliche Anmut zu erhalten, sie gleicht dem Blütenduft, der niemals wiederkehrt, wenn er einmal verflogen ist.
 
Bereits bei Xenophon sind Äußerungen in ähnlichem Sinne zu finden!
 


 

 
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